Immobilie verleben oder vererben?

Immobilie vererben oder verleben?

Die 6 Möglichkeiten Ihrer Mitbestimmung - Gestalten Sie Ihre Veränderung im Alter selbst

Zu Beginn stellt sich die Frage, was soll mit der eigenen Immobilie passieren? Soll man sie verleben oder vererben? Entscheiden Sie sich für das Vererben – dann ist die Diskussion hier abgebrochen. Entscheiden Sie sich für das Verleben – dann stehen Ihnen 6 Wahlmöglichkeiten offen:

  1. Darlehen auf die Immobilie aufnehmen „Umkehrhypothek“
  2. Grundstück gegen Erbpacht verkaufen, im Haus weiter wohnen
  3. Grundstück mit Haus verkaufen und vom neuen Eigentümer anmieten
  4. Grundstück mit Haus über Immobilien-Verrentung verkaufen und weiter im Haus leben
  5. Grundstück mit Haus verkaufen, ausziehen und etwas Neues anmieten.
  6. Alles so belassen, wie es ist und später Grundstück mit Haus vererben 
Immobilie verleben oder vererben?

Erklärungen zu den Wahlmöglichkeiten:

1. Ein Darlehen auf die Immobilie aufnehmen „Umkehrhypothek“

Die Idee der Umkehrhypothek kommt aus den USA und ist dort unter dem Begriff “reverse mortgage” (auf deutsch: “Rückwärts-Darlehen”) gängige Praxis. Die Umkehrhypothek ist ein Darlehen, das auf das Haus aufgenommen wird. Es wird tilgungsfrei gestellt. Nur die festgelegten Zinsen sind über die Laufzeit zu zahlen. Hier gibt es verschiedene Varianten: Es wird eine feste Summe als Darlehen aufgenommen. Ein Teil der Summe wird ausgezahlt und der andere Teil wird zurückgehalten, um die Zinsen des gesamten Darlehens zu tilgen. Ist die zurückbehaltende Summe aufgebraucht, muss der Eigentümer von der Immobilie wieder die Zinsen auf das Darlehen zahlen. Das Darlehen wird nach dem Tod über einen Verkauf der Immobilie durch die Erben oder von den Erben direkt getilgt. Hier gibt es seit März 2016 eine Besonderheit: Das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie trat am 21. März 2016 in Kraft. Damit müssen alle Darlehen von jeder Person aus laufenden Einkommen getilgt werden. Damit kann auch kein Senior mehr ein Darlehen aufnehmen, welches er nicht mehr aus den monatlichen Renteneinkünften tilgen kann. Selbst wenn der Senior eine Immobilie sein Eigen nennen kann, die einen Wert von 600.000 Euro übersteigt und das Grundbuch unbelastet ist. Er kann kein Darlehen auf die Immobilie mehr aufnehmen, dass er nicht mehr später aus der Rente tilgen kann. – Ein Problem das auch die Bundesregierung erkannt hat und Änderungen in dem Gesetz plant.

2. Grundstück verkaufen gegen eine Erbpacht, im Haus weiter wohnen.

Hier verkauft der Eigentümer der Wohnimmobilie an einen Grundstücksankäufer. Bei der Erbpacht wird das Eigentumsrecht und das Nutzungsrecht dauerhaft voneinander getrennt. Die Käufer sind zum Teil Stiftungen, die ihr Kapital sicher anlegen wollen. Der Grundstückserwerber gibt dann dem Eigentümer vom Haus einen Erbpachtvertrag. Dann zahlt der Erbpachtnehmer an den neuen Grundstückseigentümer eine jährliche Erbpacht.

3. Grundstück mit Haus verkaufen und beides vom neuen Eigentümer anmieten.

Hier wird das Haus mit Grundstück ganz regulär verkauft. Der neue Käufer macht mit dem Alteigentümer einen Mietvertrag. Meistens wird eine Miete vom Kaufpreis in Höhe von 4 bis 8 % vereinbart. Der Verkäufer hat damit sofort das Kapital vom Haus. Nachteil, es gibt das Mietrecht und die Eigenbedarfskündigung. Der Alteigentümer hat nie die Sicherheit, ob der neue Käufer diese zwei Möglichkeiten wie Kündigung des Mietvertrages oder Eigenbedarfsforderung nicht doch zieht. Denn der neue Käufer hat immer die Option die Immobilie mit dem Mietvertrag zu verkaufen. Was dann der neue Eigentümer macht steht offen.

4. Grundstück mit Haus über Immobilien-Verrentung verkaufen und weiter im Haus leben.

Hier wird das Haus verkauft gegen die Zahlung einer lebenslangen Zusatzrente. Diese Variante begleitet die CEPP Capital AG. Der Verkäufer hat die Wahl zwischen einer Zeitrente bzw. Leibrente. Eine Zeitrente ist uns für den Eigentümer der Immobilie zu risikoreich. Was ist, wenn die Zeitrente ausgelaufen ist und er dann im hohen Alter die Immobilie verlassen muss. Deshalb bieten wir immer eine lebenslange Leibrente mit einem Nießbrauchrecht, abgesichert über das Grundbuch, an.

5. Grundstück mit Haus verkaufen, ausziehen und etwas Neues anmieten.

Hier erfolgt ein klassischer Verkauf des Hauses. Das Haus wird an den neuen Eigentümer übergeben, der Verkäufer bekommt den gesamten Verkaufspreis und zieht aus dem Haus aus in eine neue altersgerechte Wohnung.

6.Alles so belassen, wie es ist und später Grundstück mit Haus vererben.

Oftmals scheint diese Option, die einzige zu sein, die in Betracht gezogen wird. Es gilt weitverbreitet noch als selbstverständlich, sein sogenanntes Lebenswerk an die nächste Generation zu vererben.  Den Gedanken, sich selbst noch etwas zu gönnen und somit seine Immobilie zu verleben, erlauben sich die wenigsten.

Doch wie sieht es heutzutage in den meisten Familien aus? Die Kinder wohnen längst in ihren eigenen Immobilien, sind gut situiert und haben häufig kein Interesse an der elterlichen Immobilie.

Deshalb berufen Sie einen Familienrat ein und besprechen Sie sich mit Ihren Kindern und Enkeln. Bedenken Sie dabei, dass Sie, bei den vorangegangenen Möglichkeiten bereits zu Lebzeiten Ihre Kinder und Enkel mit einem Erbanteil bedenken können.

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